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Literaturhinweise |
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Eva-Maria Houben , Alte Musik mit neuen Ohren. Schubert – Bruckner – Wagner - ..., PFAU-Verlag, Saarbrücken, 2000 |
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Aufführung neuer Musik, Hören mit neuen Ohren: Erschöpfende, anstrengende Unternehmungen voller Atemlosigkeit. Grenzen der Ausführung und der Wahrnehmung werden berührt und gesprengt; ein Atem ist zu gewinnen, der das Menschenmögliche übersteigt. Alte Musik, gehört mit neuen Ohren: Was war bislang möglich, und was ist weiterhin möglich, weiterhin denkbar? Wie läßt sich so auf Musik vergangener Epochen zurückhören, daß Wahrnehmungsmöglichkeiten entdeckt werden? |
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Neue Musik: Musik, die immer wieder neu entsteht. Alle Beteiligten erfahren: Ich weiß nichts, ich habe nichts im Griff, ich höre nichts - und höre gerade deshalb immer weiter. Immer wieder neu die Konfrontation mit dem leeren Blatt, mit der Weite des Raumes, in dem der Klang verhallt und zerfällt: Der Atem stockt, die Sprache geht verloren, das Wort bleibt im Halse stecken. |
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Die Wahrnehmung des Hörers wird irritiert und infragegestellt: Ich höre, wie ich immer gehört habe, höre zugleich, daß ich auch anders hören kann. Ich höre, daß ich nur einen Ausschnitt höre. Ich höre, daß ich anders höre als mein Nachbar. |
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Neues Hören wird ein Hören mit allen Kräften des Denkens und Fühlens. |
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Grenzüberschreitung und Maßlosigkeit sind zu suchen. Genug ist noch lange nicht genug. Die Grenzen des Körpers, des Ohrs, des Vorstellungshorizonts, der Sprache werden offengelegt, um einzuholen, was außerhalb dieser Grenzen liegt. Grenzerfahrungen werden auf dem scheinbaren Umweg über Denken gemacht: Und Denken wird auch gesteigertes Fühlen, ein Fühlen mit allen Sinnen. |
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Komponisten, Interpreten und Hörer lernen zu fliegen: Alte Musik, die mit neuen Ohren als neue Musik gehört wird, kann ebenso wie zeitgenössische Musik die Erfahrung neuer Freiheit vermitteln. Der Sprung hinaus aus der Zeit, hinaus aus dem Konzertsaal wird jederzeit möglich: Die Grenzen zwischen Kunst und Leben werden durchsichtig, damit der Alltag sich - vielleicht - in eine menschenwürdige Realität verwandelt, die über die Kunst aufgeschlossen wird. |
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Leseproben: |
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Einleitendes Kapitel: Veränderung des Hörens durch Grenzerfahrungen |
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Antoine Beuger, unwritten page – Unschärfe des Scharfen, Schärfe des Unscharfen |
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Weitere Veröffentlichungen:: |
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Eva-Maria Houben, Gelb: Neues Hören; Vinko Globokar, Hans-Joachim Hespos, Adriana Hölszky, Pfau-Verlag, Saarbrücken, 2. Aufl. 1996 |
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Eva-Maria Houben, Die Aufhebung der Zeit – Zur Utopie unbegrenzter Gegenwart |
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in der Musik des 20. Jahrhunderts, Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 1992 |
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Eva-Maria Houben (Hrsg.), Immer wieder neu überraschend anders: 5 Jahre Komponisten-Porträtsan der Universität Dortmund, Pfau-Verlag, Saarbrücken, 1999 |
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Karin Heller , Möglichkeiten des Komponierens in der Nachfolge von John Cage - Das Wandelweiser Komponisten Ensemble, Magisterarbeit, Köln 1998, unveröffentlicht |
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