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string quartets |
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Best Nr.: |
EWR 0410 |
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Tonträger: |
CD |
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Komponist: |
Jürg Frey |
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Interpreten: |
Quatuor Bozzini (Nadia Francavilla,
Violine; Clemens Merkel,
Violine; Stéphanie Bozzini,
Viola; Isabelle Bozzini,
Violoncello) |
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Es gibt die
Anonymität des Materials. Das sind beispielsweise Mittelstimmen aus alten
Gesangsbüchern, schmucklos, nicht kunstvoll , bloß handwerklich gesetzt, ein
gelegentliches hin- und hergehen
zwischen einzelnen Noten. Es kann eine Tonleiter sein, oder im
außermusikalischen sind es die Steine einer Mauer, die, nicht kunstvoll, sondern einfach und passend aufgeschichtet
sind, und die gestalterische Idee besteht aus nichts zusätzlichem, außer
darin, eine Mauer zu sein.
Als ich an
Streichquartett (1988) arbeitete, begegnete ich der Malerei von Agnes Martin.
Ich sah klare Formen, die nicht durch Rhetorik und Figuration überwuchert
wurden. Stattdessen gab es Sinnlichkeit, Ausstrahlung und Intensität, die den
ganzen Raum erfassten. Es ist eine Art von Sichtbarkeit in ihrer Kunst, bei
der ich eine Korrespondenz zur Hörbarkeit in meiner Musik empfand.
Hörbarkeit: das ist der Augenblick, in dem die Schallwellen im Raum sind und die bewegte Luft den Körper berührt. Das Trommelfell ist die sensible Verbindung zwischen Außenwelt und Innenwelt,
wir hören den Klang und die Komposition.
Über die Jahre
ist mir immer klarer geworden, dass es anonymes Material nicht gibt - jedes
Material hat eine Gestalt und sobald es im Raum und in der Zeit existiert,
trägt es eine Handschrift in sich. Anonymes Material ist eher eine
Vorstellung, die das Arbeiten an den Punkt bringt, wo die Konzentration auf
das Wesentliche möglich wird und einem das Gefühl gibt, gleichsam bei null
anfangen zu können.
Jürg Frey |
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