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Sextet. Microstructure. Sectionen |
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Best Nr.: |
EWR 9902 |
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Tonträger: |
CD |
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Komponist: |
Hermann
Meier |
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Interpreten: |
Barbara
Deleu, Dimitri Baetman, Peter Merckx, Dirk Noyen, Dries Geeraert, Koen
Kessels, Götz Hartmann, Rosemarie Keller, Dirk Hegemann, Walter Keller,
Wolfram Hertel, Wolfgang Düthorn |
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" Vor ein paar Jahren stieß ich
in den Gängen der Universität Gent auf einen geschlossenen Archivkasten mit
dem Namen ´Herman van San`. Meine Neugier wurde gereizt und wurde, in den
Jahren zwischen dieser ersten Konfrontation und der Realisierung dieser CD,
der Katalysator für eine Suche nach dem Werk und der Persönlichkeit Herman
van San`s. " |
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Hermann van San wurde in Mechelen
(Belgien) am 19. März 1929 geboren und starb dort am 26. Oktober 1975. Er
studierte Musiktheorie und Klavier bei Gabriel Minet in Brüssel und Jura,
Physik und Philosophie an der Freien Universität in Brüssel. |
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Auf der Basis einer positivistischen
Weltanschauung und einer formal - mathematischen Methodologie wollte van San
die neuen Erkenntnisse der Physik für die Klangproduktionen und die Ordnung
der Klänge innerhalb einer Komposition anwendbar machen. Die instrumentalen
Werke von 1953 - 1954 (Sectionen op.5) müssen vermutlich als die erste
konsequente Anwendung einer analytisch - mathematischen und symbolisch -
logischen Methode betrachtet werden.Obwohl Hermann van San nicht sehr bekannt
wurde, ist es klar, daß er musikhistorisch einer kleinen Gruppe von Pionieren
zugerechnet werden muß. Seine Werke aus den Jahren 1951 - 1952 sind zwar noch
dodekaphonisch, die Formalisierung ist aber viel weiter vorangetrieben als
bei Schoenberg und Webern. |
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Sextet (1951)für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Klavier
ist eine konsequent dodekaphone Komposition, aufgeteilt in sieben Segmente.
Die Mehrschichtigkeit des Werks und die komplexe Dichte der simultanen
Zeitstrukturen fordern sofort die Aufmerksamkeit: unterschiedliche
Taktunterteilungen werden mittels Überlagerung kombiniert. Dies führt zu
einem poly-metrischen Verlauf von Segmenten mit unterschiedlichen
instrumentalen Färbungen. |
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Microstructure (1952) für drei Klaviere ist eine bemerkenswert kurze und
geballte Komposition, die nur 21 Sekunden dauert und auf einer Seite notiert
ist. Polymetrik verbindet sich hier mit der Verarbeitung einer
gleichbleibenden Gruppe von Taktunterteilungen, die in jder Stimme zurückzufinden
sind, während die Rhythmik sich auf eine begrenzte Anzahl Module beschränkt.
Die Pausen werden zu einem strukturellen Element und die Töne bekommen ihre
eigene Bedeutung, losgelöst vom segmentären Verlauf. |
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Sectionen (1953 - 1954) für drei Violinen und drei Violoncelli ist
eines der letzten instrumentalen Werke von Hermann van San. Es läutet eine
neue Periode ein, in der er ausschließlich nach mathematischen Modellen
arbeitet. In dieser Periode studiert er die neuen Entdeckungen der Klangphysik
und deren möglichen musikalischen Anwendungen. Verschiedene Bogentechniken,
vielfältige Flageolettechniken, pizzicati gespielt sowohl mit dem Finger als
mit dem Plektrum, die Berücksichtigung der räumlichen Aspekte der
Klangerzeugung durch die geteilte Aufstellung der drei Violine - Violoncello
- Paare, werden bis zur äußersten Grenze erkundet: dies ergibt ein Klangbild,
das sich vor allem durch die Entfaltung ungewöhnlicher Obertonspektren und
Intensitätsverhältnisse auszeichnet. |
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Guy Vandromme |
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