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Fast wie ein Gegenstück zu dieser Produktion wirkt eine neue,
in Zusammenarbeit mit Radio Bremen entstandene CD der Edition Wandelweiser4,
bei der sich der Akkordeonist Edwin Alexander Buchholz mit großem
Engagement der Komposition one9 (1991) von John Cage
angenommen hat. Die Übertragung des ursprünglich für Sho konzipierten Werkes
auf das Akkordeon besticht durch behutsam den Möglichkeiten des anderen
instrumentalen Mediums angepasste Schattierungen verschiedener Klangregister,
die dem Werk eine neue, sehr individuelle Farbigkeit verleihen. Buchholz
bringt dabei die Vorzüge und Möglichkeiten des Akkordeons optimal zur
Geltung: Die Klänge atmen förmlich, sind mit einer enormen Lebendigkeit
gestaltet, die jeweils neu und in zahlreichen dynamischen Schattierungen aus
der Stille aufblühen. Ihr allmähliches Verlöschen, kurzes Aufleuchten oder
rasches Abbrechen färbt die dazwischen liegenden Pausen immer anders, macht
die Stille unterschiedlich erlebbar. Buchholz hat damit nicht nur eine überzeugende
eigene Version von Cages Werk vorgelegt, er vermag dem Stück auch viele
Nuancen zu verleihen, die es in seiner ursprünglichen Version nicht hat. |
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Stefan Drees (Positionen 63) |